Ein Traum von Farbe Ganz verschwommen noch Aus Fernen Rot Bald ist wieder Mohn - Zeit
Kostbar das Grün Das der Morgen Mit Brillianten übersät –
Was vom Leben übrig bleibt Eine grüne Senkung Und seitab getragen werden Und sich in Gegensätzen begreifen Durchdringung eines Zaubers In der Kühle des Julimorgens Westwärts vom Weg Nimm mich von dir fort Wo du nicht mehr bist
Sind manchmal so klare Tage Kalte Luft Noch im Mai Schienen laufen fort Hinein ins Blau Nehmen die Sehnsucht mit Irgendwohin -
Ruine inmitten von Grün Stehengebliebene Zeit Zugewachsen Nur der Pfau auf dem Dach Ist lebendig
Engel. Kein Himmelsgeschöpf. Sondern Wesen der Zwischenwelt. Das nicht hinüber kann. Unendlich tiefblaue Augen sehen mich an.
Türen Hinter einer wohnt das Lachen hinter einer wohnt ein Schrei hinter einer wohnt die Stille hinter einer wohnt die Hast hinter einer wohnt die Traumzeit hinter einer wohnt das Licht hinter einer wohnt die Kälte - hinter welcher wohnt das ICH ?
Zauberbaum blühend Weiß im Morgenlicht Eingehüllt in seinen Duft Verweile ich staunend
Traum Wilder Vogel auf dem Dachfirst schreit Erinnerung herbei zum Anbeginn der Nacht - Regenrauschen Feuerschein dunkle Augen Dämmerstimme Stille dann Leere Brandgeruch - eine Feder bleibt zurück in meiner Hand - denk daran du hast drei Wünsche frei...
Ein altes Bilderbuch – welches ich vor Jahren machte – aus meinen Fotos und mit eigenen Worten möchte ich hier einmal im Ganzen zeigen. „Jeden Tag einmal leise sein“
Der Morgen in vergessnen Fenstern einsame Augen Blau weisz gewebtes Leintuch vom Staub des Erinnerns so grau so viel abgelebtes Leben ist gegangen ach wohin – nur der Engel der Zigeuner bleibt manchmal stehn im Weiterziehn
Kinderspiel Meine Nase deine Nase Doppelnase Drachennase Ahornnase Nashorn Naseweis
Ein Haus finden in einem alten Baum Wohnung haben im Herzen des Grüns
Jeden Tag einmal leise sein durchs Licht gehen die Stille hören die Farben sehen
Nachspüren dem Atem der Erde nach einem Regentag
Morgenmond silbern über den Bäumen verzaubert den Tag
Wintermorgen Stille hüllt mich ein feine leichte Flocken Schneeluft klar und rein
Zaghaft kommt der Frühling zusammen mir dem Licht du musst nur warten können dann enttäuscht er dich nicht
Die Bäume die nachts den Schlaf der Vögel bewachen hören am Morgen als erste das Lied
Grüner Juni Morgennebel hüllt die Wiesen ein - wende dich lichtwärts und strecke dem Tag beide Hände entgegen
Wenn an Sommertagen unvermittelt Nebel fällt wie weich scheint dann das Land wie unwirklich die Zeit
Regensommer grün versucht zwischen den Steinen sein Blühn
Am Rande der Felder zündet der Sommer tausend rote Laternchen an
Manchmal auch stehen bleiben den Atem anhalten um da Wunder nicht zu erschrecken
Vogel sein ein Lied haben für den erwachenden Tag